Unabhängige Berichterstattung vom gewaltfreien Atomkraft-Widerstand CastorTV war beim Atommülltransport nach Gorleben im November 2010 mit  einem Übertragungswagen und mehreren Kamerateams unterwegs und hat die  Ereignisse per Video-Livestream ins Internet gesendet. Entlang der Castor-  Strecke wurden verschiedene Orte und Aktionen besucht und mit mobilem  Internet live übertragen. Da im Wendland nur eine langsame Handy-Verbindung möglich war, gab es öfters Streamausfälle, welche mit aktuellen Aufnahmen der  mobilen Kameras überbrückt wurden.  Bis zu 900 ZuschauerInnen waren non stop dabei, haben sich im Chat  ausgetauscht und informiert. Die Begegnungen mit der Polizei waren freundlich, nur einmal war etwas  Nachdruck nötig, um durch die Polizeisperre in Laase zu kommen. Entrüstet  waren wir über das harte Durchgreifen und die zahlreichen Rechtsbrüche von  seiten der Polizei an vielen anderen Orten. Ein CastorTV Kamerateam ist selbst  in eine brisante Situation im Harlinger Wald gekommen und konnte sich nur  durch lautes Rufen :”Wir sind von der Presse” retten. Schliesslich waren alle Teams in Laase vor Ort und haben die Durchfahrt der  Castortransporter auf zwei Kanälen Live übertragen. Plötzlich tauchte ein  Greenpeace Aktivist mit einem Motor Paraglider am Himmel auf und war direkt  über den Castoren. Im Nachhinein klagten einige aus unserer Crew über einen “Strahlenkater”,  mit metallischem, säuerlichem Geschmack im Mund, Erbrechen, Augen- und  Bauchschmerzen sowie Schlappheit, da sie nah an den Castorbehältern dran  waren (50-150m).  Das war eine sehr heftige Erfahrung und eine Lehre fürs  Leben. An alle: Bitte haltet ausreichend Abstand von dieser tödlichen Fracht! Besonderer Dank geht an alle Voksküchen, Organisationen, Initiativen, Bauern  und BürgerInnen in diesem vielfältigen, gewaltfreien Widerstand, im Kleinen wie  im Grossen. Wir freuen uns, dass so viele von ausserhalb gekommen sind und  mit Entschlossenheit dabei waren.    Respekt geht auch an die gewalt-vermeidenden Polizisten, sowie die Sanitäter,  welche Verletzte von beiden Parteien behandelt haben. Unsere mobile wind- und solarbetriebene TV-Technik hat prima funktioniert und  die Batterien stets geladen. CastorTV freut sich auf weitere bunte Aktionen und wünscht allen eine schöne Landung.